Musik mit Hintergrund und ist in der heutigen Musikwelt eher selten. Meist zählen fette Beats und groovige Sounds. Ganz anders bei den Jungs von Art of Infinity. Sie beschäftigen sich mit wirklich wichtigen Fragen der Menschheit.

Enstanden ist das Duo 1996, als sie mit ein paar Instrumenten unter dem Arm an die holländische Küste reisten, wo sie den Grundstein für das erste Album „New Horizon“ legten. Am ersten Oktober erschien das dritte und neuste Album „Endless Future“. Zu diesem stellten wir einem der Master Minds, Thorsten Sudler-Mainz, einige Fragen…

Wenn man euch nach der Philosophie von Art of Infinity fragen würde was würdet ihr sagen bzw. wie würdet ihr euch mit einem Text im Lexikon definieren?

Es ist ein Musikprojekt, das aus zwei Master Minds besteht, der Thorsten Rentsch und ich, Thorsten Sudler-Mainz. Wir schreiben Songs, laden uns Gastmusiker ein und produzieren Stücke im Studio. Das Ganze ist elektronisch basierend, allerdings vermischen wir das gerne mit natürlichen Instrumenten, also Saxophon, Gitarre usw. und natürlich gerne auch mit Gesang, wobei wir am liebsten mit Gastsängerinnen arbeiten. Vor allen Dingen mit Eva Wolf, sie ist unsere erste Gastsängerin, welche auch auf allen drei Alben dabei ist. Und auf dem neuen Album ist die Alquimia dabei, die wohnt in London, eine in Mexico geborene Sängerin.

Wie entstehen denn die Zusammenarbeiten mit den Gastmusikern?

Das ist unterschiedlich, die meisten sind Freunde, die gerne mit uns zusammen arbeiten und deshalb von uns ins Studio eingeladen werden. Denen lassen wir auch Freiheiten, um ihre Performance, innerhalb unserer Tracks, zu gestalten. Das ist allerdings variierend, denn manchmal ist es direkt vorgegeben, z.B. die Texte oder die Gesangsideen die von uns kommen, die dann später umgesetzt werden.
Viele kennen wir aber auch durch meinen Partner Thorsten Rentsch, welcher professionell als Toningeneur arbeitet und dies bezüglich sehr viele Musiker kennt.
Heraus zu heben ist da der Klaus Major Heuser, der früher bei BAP war, ein sehr, sehr guter Gitarrist, der auch auf zwei Alben von uns mitgespielt hat.

Wie kamt ihr auf den Namen des neuen Albums?

Es ist ein Konzeptalbum, wie auch die anderen Alben, die immer große Fragen der Menschheit betreffen. Auf dem ersten Album „New horizon“ war es die Evolution und der Ursprung, ein Thema mit dem wir uns auch textlich beschäftigt haben.

Beim zweiten Album „Dimension Universe“ drehte es sich um die Weltreise, also die Weltraumreise. Und auf dem neuen Album, das ist ein bisschen provokativ, „Endless Future“, wird die eine große Frage der Menschheit behandelt: Gibt es eine endlose Zukunft? Was ist nach dem Tod? Was passiert reflektierend auf die Religionen, die ja versuchen diese Fragen zu beantworten. Wenn man hinter Endless Future ein Fragezeichen setzt, ist das ein riesen Feld und Thema, auch philosophisch gemeint. Es geht eigentlich um die Frage nach Unendlichkeit.

Wie kommt es bei euch zu diesen doch etwas längeren Pausen zwischen den Alben?

Das hat mehrere Gründe. Erstens produzieren wir doch recht aufwendig, da wir sehr detailverliebt und akribisch an unseren Songs arbeiten. Zum zweiten ist es so, das auch sehr viele beteiligt sind und man sich eben auch zeitlich anpassen muss. Und zum Dritten machen wir natürlich auch noch andere Sachen. Der Thorsten Rentsch arbeitet noch im Business als Soundingeneur und ich habe auch andere Musikprojekte laufen. Wir nehmen uns lieber ein wenig mehr Zeit, als so Schnellschüsse raus zu geben.

Was wünscht ihr euch für die Zukunft? Musikalisch, persönlich und generell?

Generell, schon das wir so weiter arbeiten können, das wir Alben produzieren können. Es ist das Schönste für uns, wenn das Album fertig ist und wir dann aber auch den Kopf frei haben für das Nächste. Das ist für mich der größte Wunsch für die Zukunft.